Frühlingsreise in die Mitte Frankreichs

Endlich wieder mit Biene unterwegs!

Im letzten Jahr waren wir nur für zwei Wochen in den Niederlanden, was kaum einen Bericht wert war. Nun geht es endlich wieder los, nach Frankreich, zunächst über Belgien, danach werden sich Ziele ergeben…

Momentan sitze ich nach zwölf Tagen mit schönstem Frühlingswetter auf einem preiswerten Campingplatz in Bourges in der Region Centre-Val de Loire in der Mitte Frankreichs. Hier kann ich den heutigen Regentag verbringen, eine gute Gelegenheit zum Schreiben. Also der Reihe nach:

Durch Belgien zur Maas

2.März 

Die Fahrt führt an Köln und Aachen vorbei nach Raeren, direkt hinter der Grenze gelegen. Hier finde ich am alten Vennbahnhof ein ruhiges Plätzchen für die Übernachtung.

Da es noch früh am Nachmittag ist, kann ich die Umgebung erkunden und nach „Altbekanntem Ausschau halten“. Ein Spaziergang führt um das Dorfgebiet herum über die mit vielfältigen Durchgängen abgesicherten Weiden zur Burg Raeren, einer befestigten Wohnanlage mit Wassergraben aus dem Mittelalter. Heute beherbergt die Anlage ein Töpfereimuseum. Nebenan steht das Haus Raeren, ein mittelalterlicher Wohnturm, der fast noch in ursprünglicher Form erhalten ist.

Burg Raeren

Auf der Straßenseite gegenüber der Burg befindet sich eine der typischen langen, zur Straße quer stehenden Häuserreihen, das Haus Zahlepohl. Dort, wo sich heute die Verwaltung des Museums befindet, war für einige Jahre mein Zuhause. Der Garten ist einem Parkplatz und dem Café gewichen, doch die Eternitplatten an der Straßenseite des Häuserblocks sind immer noch dieselben wie vor über 40 Jahren!

Haus Zahlepohl

3.- 4. März

Nach 150 Kilometern Fahrt erreiche ich Dinant, eine Kleinstadt an der Maas in Wallonien. Sie ist unter Anderem bekannt als Geburtsort des Erfinders des Saxophons, Adolphe Sax. Das sehe ich auch auf jeden Schritt bei meinem ersten Stadtrundgang. Vom hundert Meter oberhalb des Stadtkerns gelegenen Parkplatz neben dem Sportzentrum geht es in steilen Kurven hinunter in die Stadt. Auf jedem Platz, an jeder Ecke stehen riesige Saxophone aus Holz, Plastik oder Gips, und die über die Maas gespannte Brücke ist auf beiden Seiten mit den farbig ausgestalteten Instrumenten geschmückt.

Auf dem Felsen über der Stadt ragt die Zitadelle auf. Nach dem kleinen Rundgang steige ich 408 steile Stufen hinauf, um in die Festung zu gelangen – dieser Frühsport reicht für den ganzen Tag. Glücklicherweise kann ich etliche lohnende Fotopausen einlegen.

Blick von der Festung auf Dinant

Im Innern der Festung sind einige der früheren Räumlichkeiten rekonstruiert und exemplarisch dargestellt. Als besonders beeindruckend erweist sich für mich die Ausstellung zum Überfall von deutschen Divisionen zu Beginn des 1. Weltkrieges im Juli/ August 1914. Bei dem sogenannten Massaker von Dinant zerstörten deutsche Truppen bei ihrem Durchmarsch nach Frankreich dreiviertel der Stadthäuser und töteten über 670 Zivilisten. Von August bis Oktober kamen im umliegenden Gebiet über 5500 Zivilisten durch deutsche Soldaten ums Leben. Die Ausstellung hierzu lässt in erschütternden, teils dreidimensional gestalteten  (bewegten) Bildern und akustischen Zeugnissen ein wenig die Schrecken dieser Taten nachvollziehen. Leider lässt sich das hier nicht bildlich darstellen – fahrt mal hin und schaut euch die Ausstellung an!

4.-7. März

Nur gut 30 Kilometer weiter finde ich einen schönen Stellplatz im französischen Vireux-Molhain am Ufer der Maas. Der Platz war offenbar noch vor Kurzem überschwemmt, da die beiden Wohnmobile, die nach mir ankommen, auf der Wiese stecken bleiben, während ich Biene durch die Matsche dank des 4×4- Getriebes auf ein Stück festeren Untergrund bewegen kann. So kann ich einen schönen Blick zum Fluss hinüber genießen.

Von hier aus unternehme ich an den folgenden Tagen zwei Radtouren, die nicht besonders interessant sind – es geht auf dem sehr breit und glatt ausgebauten Voie verte trans Ardennes überwiegend am Fluss entlang. Langsam gewöhne ich mich wieder ans Radfahren und kann die frühlingshafte Natur genießen. Die Forsythien und Magnolien blühen, viele Bäume zeigen einen ersten hellgrünen Schleier, es summt in der Luft und riecht nach der erwachenden Natur. Am Geruch erkenne ich den im Wald neben dem Weg üppig wuchernden Bärlauch und pflücke mir mein Abendessen.

8.-10. März

Nach drei Tagen habe ich genug von der Maas und bewege Biene in Richtung Nevers. Einen nächtlichen Zwischenstopp mit Spaziergang durch das recht verlassen wirkende Dorf gibt es in Saint-Julien-de-Sault.

Über größere, kleinere und ganz schmale mautfreie Straßen fahre ich gemütlich bis Nevers. Die Umgebung wird nun hügeliger und immer grüner.

In Nevers

Der Stellplatz liegt direkt an der Brücke auf der der Stadt gegenüber liegenden Seite. Er kostet 13€ pro Nacht und ist trotz der Stadtnähe recht ruhig. Er ist etwa zu einem Drittel belegt, bietet Wasser und Abwasserentsorgung und nach Belieben auch Stromanschlüsse. Letztere brauche ich nicht, mit der Frühlingssonne erzeugt Biene genug Strom.

Stellplatz in Nevers
Blick vom Stellplatz auf die Loire und Nevers

Die Sonne scheint warm, so dass ich gleich nach der Ankunft eine Radtour entlang der Kanäle, an etlichen Schleusen vorbei über die Kanalbrücke von Guétin bis nach Aprémont-sur-Allier unternehme. Welch ein Glück, bei Sonne am Wasser entlang zu radeln! Spannend ist die Brücke, die einen Seitenkanal der Loire über die Allier führt. Sie ist schon fast 200 Jahre alt und 343m lang. Am Bec d´Allier strömt der Fluss Allier mit Macht in die Loire.

Mündung der Allier in die Loire

Das kleine Dorf Aprémont-sur Allier trägt zu Recht den Titel „eines der schönsten Dörfer Frankreichs“. Schmucke, gepflegte hellgraue Steinhäuser mit Dächern aus Ton oder Stein erinnern mich an die beschaulichen Dörfer in Cornwall. Nicht alles ist hier allerdings so alt wie es scheint: In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ließ der Hüttenmeister Eugène Schneider fast alle Häuser des Dorfes restaurieren oder gar abreißen und neu im mittelalterlichen Stil des Berry erbauen. So entstand die heute zu besichtigende, gelungene Einheit aus Dorf und Schloss.

In den Gärten blühen die ersten Sträucher, die Hecken sind frisch gestutzt. Nur wenige Häuser scheinen bewohnt zu sein, und so begegne ich  – trotz des Sonntags – kaum einem Menschen. Es ist wohl auch noch zu früh im Jahr, denn leider sind Anfang März weder das auf dem Hügel über dem Dorf thronende Schlösschen noch der Parc floral zugänglich. So genieße ich das Pausenbrot auf einer Bank am Fluss. Zurück geht es über leichte Hügel, vorbei an blühenden Hecken und kleinen Privatschlössern.

Eine weitere Radtour führt in den Westen der Stadt Nevers, über Wiesenwege durch Naturschutzgebiete und schmale Straßen zum Bec d´Allier, an Kanälen entlang wieder zurück. Die Häuser am Wegesrand sehen unbewohnt und  heruntergekommen aus.

Ein Stadtrundgang durch die ehemals bedeutende, als „Stadt der Künste und der Geschichte“ geltende Stadt Nevers steht noch aus. Vor 12 Jahren war ich schon einmal in Nevers und habe gute Erinnerungen an die Altstadt. Die Erwartungen sind also hoch. Allerdings bestätigt sich hier der Eindruck, den ich von der ländlichen Umgebung schon gewonnen habe: Bis auf ein paar „Prachtbauten“, bei denen zumindest die Sichtseite restauriert und ansehnlich ist, wirken viele Häuser ungepflegt, unbewohnt oder dem nahenden Verfall preisgegeben. Von den hölzernen Schlagläden blättert die Farbe ab, von den Hauswänden der Putz. Wie enttäuschend! Der „Fil Bleu“, eine blaue Leitlinie, die Touristen auf ihrem Gang durch die Stadt geleiten soll, ist verblasst, vielerorts nicht mehr zu sehen. Das entspricht wohl dem Gesamtbild.

Und: Auf knapp fünf Kilometern durch die Stadt finde ich keine einzige Boulangerie – die sind wohl auch ausgestorben!

Palais Ducal mit Platz der Republik

Da bleibt mir nichts anderes übrig, als die Monumentalbauten anzuschauen, durch die Gassen der Altstadt zu schlendern sowie einen Blick in die Kathedrale Saint-Cyr et Sainte-Julitte zu werfen. Diese wird zur Zeit renoviert und ist nur zu einem Drittel zugänglich – die bunten, in einem Farbenrausch erstrahlenden Fenster entschädigen das. Diese Fenster wurden nach der Zerstörung der Kathedrale im Juli 1944 und nach dem Wiederaufbau von verschiedenen Künstlern 1977-2011 gestaltet und sind sehr beeindruckend.

Kathedrale Saint-Cyr-et-Sainte-Julitte

Am folgenden Tag geht die Reise weiter nach Bourges, in die Hauptstadt des Départements Cher.

Aus dem Süden Spaniens zurück nach Deutschland

31. Januar – 2. Februar

Den herrlichen Klippenstellplatz an der Cala Blanca kennen wir schon von der Hinfahrt – vor wenigen Wochen waren wir nur drei Buchten weiter. Nun stehen wir ganz oben auf dem Felsabsatz und können zu den Buchten hinunterwandern.

Das mache ich auch, während Tom die Umgebung mit dem Fahrrad erkundet und durch den Parque Regional de Cabo Cope zum Mirador hinaufradelt. Endlich ist es so warm und sonnig, wie es sich für eine spanische Küste im Winter gehört.

Mich zieht es nach Westen an der Küste entlang in Richtung des Cabo Cope, den Sendero del Mediterraneo nach Südwesten kenne ich schon vom letzten Aufenthalt im Dezember. Auf dem Weg zum Cabo Cope gibt es nicht mehr viele Steigungen, stattdessen erstrecken sich hier landwirtschaftliche Anpflanzungen von Gemüse und Salaten bis nahezu ans Meer. Hotelbauten oder Ferienwohnungen gibt es hier nicht. Gräser und Bambus stehen am Wegesrand, nur vereinzelte kleine Blumen blühen.

Nachmittags besuchen wir die Höhlenwohnungen in der Cala Blanca. Sie sind recht geräumig, und die Unterteilung in verschiedene Funktionsbereiche ist noch gut erkennbar. Die folgenden Buchten nach Osten bis zur Playa de Los Hierros sind einsam und ruhig, sie sind mit dunklem Sand oder Kies überspült und mit Auto nicht zu erreichen.

2. Februar

Bei warmem Sonnenschein legen wir heute eine lange Reisestrecke über die wunderschöne aussichtsreiche Bergstrecke bis Mazzaron und schließlich bis Quesa kurz vor Valencia zurück. Nachmittags schlendern wir durch den kleinen Ort zum Kalvarienberg – zum Radfahren ist es hier, nicht mehr an der Küste, sondern in einer der zahlreichen Bergregionen, zu kühl.

Blick vom Kalvarienberg nach Osten

Nach einer ruhigen Nacht am Sportzentrum in Quesa setzen wir die Fahrt durch die bergigen Regionen im Südwesten von Valencia fort. Bis nach Millares sind es nur 25 Kilometer, über die glatt asphaltierte, schmale serpentinenreiche steile Straße dauert die Fahrt einige Zeit. Bis auf eine Hochebene auf 560m Höhe geht es hinauf, bevor wir nach Millares wieder hinunter fahren. Immer wieder halten wir an, um zu schauen, zu staunen und zu fotografieren. Was für eine grandiose Landschaft!

El Chorrador del Bosque, den 65m hohe Wasserfall im Barranco del Nacimiento hinunter in die Schlucht des Flusses Jucar, will ich erwandern, während Tom die schmale, sauber asphaltierte Straße erradelt. Der kleine Ort Millares lehnt am Berghang, gegenüber thronen die Reste des Castillet von Millares. Hier führt der schmale Pfad zum Wasserfall vorbei. An der Molino de los Moros ist eine Kiefer fast umgestürzt, daneben beginnt der Abstieg über eine wenig vertrauenswürdige, völlig marode und letztendlich abgestürzte Betontreppe – und endet nach etlichen Stufen an einem abenteuerlichen Abbruch. Den Wasserfall kann ich leider nicht erreichen und muss umkehren. Im weiteren Verlauf des Wanderweges durch den Barranco del Nacimiento – heute ein schmaler Bach – sind verheerende Verwüstungen zu erkennen, zu denen der Starkregen im Herbst geführt hat. Bäume sind ausgerissen, Bambus weggespült, und Brücken und Straßenabschnitte liegen hier noch in Trümmern im Bachbett und auf dem Weg.

Durch Millares, eine nicht weiter sehenswerten Stadt, laufe ich oberhalb des Ortes über einen kaum auffindbaren Bergpfad zur Biene, die an einem wunderschönen spanischen Friedhof steht. Hier übernachten wir heute.

4. Februar

Sonnig, aber zu kühl zum Radfahren ist es zumindest mir hier in den Bergen, und so verabschieden wir uns aus dieser wunderschönen Gegend, in der es doch so viel mehr noch zu entdecken gäbe. Bis Dos Aguas folgen wir der Schlucht des Jucar und seinen Zuflüssen, phänomenale Blicke bieten sich auch auf diesem Weg, so dass wir immer wieder anhalten.

Dos Aguas

Bis auf 560m führt die Strecke auf eine Hochebene hinauf, die schmale Straße weist kein einziges Loch im Asphalt auf und ist rennradgeeignet. Erst vor Real  befinden wir uns wieder im Tal, Obst- und Mandelbäume zieren die Wegesränder. In El Catllar kurz hinter Tarragona finden wir einen geeigneten Übernachtungsplatz an einem Flussbett. Bevor es dunkelt, ist noch ein Spaziergang durch den Ort mit Burg, mit diversen interessanten lost places und in die Umgebung möglich. Ein schönes altes Viadukt, das vor langer Zeit mit Bouldergriffen versehen wurde, befindet sich ganz in der Nähe.

5. Februar

Ein Tag, an dem nichts so klappt, wie wir es uns wünschen. Die Handy-Mobilverbindung ist stundenlang gestört, der Einkauf im Supermarkt dauert Stunden, obwohl wir früh unterwegs sein wollen. Um Barcelona herum ist die Autobahn so voll, dass die Fahrt gefühlte Ewigkeiten dauert und wegen der aggressiven Fahrweise der LKW´s nervenaufreibend ist. Letztendlich landen wir am frühen Nachmittag in Vallgorguina. Eine Wanderung zu den Dolmen de Pedra Gentil ist uninteressant und führt ohne Ausblicke und ohne Sonne immer nur bergauf bzw. bergab. Als ich zurück zu Biene komme, ist die Tür halb offen, die Treppe ausgefahren – hat wohl jemand vergessen abzuschließen. Zum Glück fehlt nichts! Zu guter Letzt geht beim Kochen das Gas aus, und bei Eiseskälte und im Dunkelheit muss Tom die Gasflasche tauschen.  Was für ein Tag!

6. Februar

Ein größerer Sprung von knapp 170 Kilometern, und schon sind wir nicht nur in Frankreich, sondern westlich von Perpignan in Ille-sur-Tet. Vom Parkplatz bei den Orgues, ganz besonderen Gesteinsformationen, laufen wir über einen etwa 800m langen Weg durch das Flusstal zweier Gebirgsbäche, die sich hier vereinen und bei Hochwasser den Weg unbegehbar machen. Das Gebiet der Orgues öffnet sich wie ein Theaterhalbrund. Es besteht aus zehn bis zwölf Meter hohen, aneinander gereihten oder auch vereinzelt stehenden Säulen aus Sandstein. Sehr empfindlich gegen jede Art von Erosion sind diese sogenannten Feenkamine, sie verändern sich mit jedem Regenguss. An den flacheren Hängen gibt es Einschnitte in Form vieler Orgelpfeifen. Diese besondere Landschaft gilt als Kulturerbe und steht seit 1981 unter Schutz. Das Gebiet ist nicht besonders groß, aber faszinierend anzusehen. Es erinnert an die Bardenas Reales südlich von Pamplona, bizarre Gesteinsformen aus Sand- und Kalkstein und Lehm.

Nach dem Besuch dieses sehenswerten Naturmonuments geht es endgültig und zügig auf die Heimreise. Bei Agde übernachten wir auf dem Aire de Veyrac, einem schönen kleinen Privatstellplatz, in der Nacht danach an der Saone bei Seurre. Am 8. Februar verbringen wir den Abend auf einem Stellplatz auf dem Weingut Weber in Ettenheim und lassen den Tag und die Reise im dazugehörigen hervorragenden Restaurant ausklingen.

Über Lothringen und das Saarland zurück nach Hause

28. September

Genug Elsass erkundet – die Fahrt geht weiter in Richtung Nordosten, durch die Ausläufer der Vogesen bis in die große Seen- Landschaft östlich von Saarbourg. Am Petit Étang, Ableger des Grand Ruisseau, finden wir einen sehr ruhig gelegenen Campingplatz in Gondrexange. Auf dem Platz haben sehr viele Dauercamper ihre Wohnwagen platziert, doch am hinteren Ende der Wiese stehen ein paar Wohnmobile, und hier, in unmittelbarer Seenähe, lassen wir uns für drei Nächte nieder.

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Das Elsass: Weinberge, hübsche Städte und viele Radtouren

17. September

Nach dem letzten geruhsamen Tag in den Ausläufern der Vogesen wollen wir das Elsass von Süden nach Norden weiter erkunden. Einen Gesamtüberblick über die bäuerlichen und dörflichen Gebäudetypen bietet das Ecomusée d´Alsace bei Ungersheim in der Nähe von Mülhausen. An diesem heißen Sonntag freuen wir uns über die großflächig mit Sonnenkollektoren bedeckten Parkplätze, die hoch genug sind, um Biene darunter im Schatten abzustellen. Zweifach haben wir Glück: Heute ist der Eintritt für jede 2. Person kostenlos, da der „Europäische Tag des offenen Denkmals“ gefeiert wird.

Blick durch den Zaun
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Hoch hinauf in die Vogesen

Am 9. September fahren wir mit Biene zügig vorbei an Karlsruhe und Straßburg in Richtung Elsass und über Kaysersberg und Orbey hinauf in die Vogesen. Für die nächsten Tage kündigt der Wetterbericht für diesen Teil Frankreichs sehr warmes und sonniges Wetter an, und so denken wir, dass es in den Höhen dieses Mittelgebirges noch warm, aber nicht zu heiß ist. Es ist noch früh am Nachmittag, und wir steuern zunächst den Lac Noir an, einen kleinen eiszeitlichen Karsee an der Route des Crêtes. Wie die anderen Karseen entstand auch der Lac Noir in der letzten Phase der Eiszeit im Alpenraum.

Auf dem kleinen Parkplatz am Ostufer finden wir eine Parkbucht. Von hier aus laufen wir um den kleinen See – wobei der Spaziergang immer mehr zu einer Klettertour wird; der Weg wandelt sich zu einem Pfad aus Geröll und Felsen.

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